Unsere Arbeit

Liebe Eltern!

Als Ihr Elternbeirat möchten wir uns nicht nur um die ständig anfallenden Aufgaben kümmern. Da unsere Kinder Jahre an der Schule verbringen, haben wir uns auch vorgenommen, mittel- bis langfristig zu arbeiten. Bestimmt haben auch Sie eine Wunschvorstellung für unsere Schule, vielleicht möchten sie das Eine oder Andere lieber anders sehen, mit Sicherheit haben Sie Anregungen, wie man das Schulleben für unsere Kinder angenehmer oder sinnvoller gestalten könnte. Wir möchten Sie deshalb bitten, uns Ihre Vorschläge mitzuteilen; wir versprechen, die Machbarkeit aller eingegangen Vorschläge zu untersuchen, zu diskutieren, und Ihre realisierbaren Vorschläge nach besten Kräften umzusetzen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich – bald oder natürlich auch jederzeit in Zukunft – schriftlich, telefonisch oder per E-Mail mit einem oder einer von uns in Verbindung setzen würden!

Bericht über das Schuljahr 2016/17

Liebe Eltern, liebe Schulfamilie,
und wieder geht ein Schuljahr zu Ende. Was ist in der Zwischenzeit in der Schulfamilie passiert und worauf freuen wir uns?
Letztes Jahr um diese Zeit mussten wir uns von vielen und langjährig aktiven Elternbeiräten schweren Herzens verabschieden und gleichzeitig um Nachfolger werben. Unser Ziel war und ist es, die Qualität der Elternarbeit zu halten. Herzlichen Dank auf diesem Wege nochmals an die zahlreichen Bewerberinnen und Bewerber, die sich nach unserem Aufruf zur Wahl, typisch Wittelsbacher Art, gemeldet haben und Lust hatten, mitzuarbeiten. Letztendlich sind wir nun 16 Elternbeiräte, die sich seit Oktober in verschiedenen Themenbereichen aktiv engagieren. Abgesehen von unserem Tagesgeschäft wie Sitzungen (Elternbeirat, ARGE, Netzwerk, Schulforum, Wittelsbacher Gespräche usw.), Verwaltung, Schriftverkehr und Reden, Organisation von Schließfächern, Schullandheim, Kommunikation innerhalb der Schulfamilie usw. haben wir uns dieses Schuljahr um folgendes gekümmert:
– Erster Schultag für die neuen Fünftklässler/innen: Elterncafé zum ersten Kennenlernen.
– Wahl der Klassenelternsprecher/innen (KES) am ersten Elternabend. In diesem Zusammenhang danken wir ganz herzlich den Klassenelternsprecher/innen für ihr Engagement und möchten hervorheben, wie wichtig dieses Amt für die Schulfamilie ist. Sie sind die Verbindung zwischen den einzelnen Familien, dem Elternbeirat, dem Kollegium und dem Rektorat. Die Elternstammtische sind hierfür ein hervorragendes Instrument der Kommunikation.
– KES Empfang im November: Sektempfang zum ersten Kennenlernen zwischen KES und Elternbeirat.
– Adventsbazar mit Bücherstand , Dank der zahlreichen Spenden aus der Schulfamilie.
– Neujahrsempfang mit kleinen Köstlichkeiten aus der Landheimküche für Lehrerkollegium und Rektorat, SMV, KES und Elternbeirat
– Schulball und Tanzkurs
– Infoabend für die kommenden Fünftklässler/innen
– Tag der offenen Tür mit Infostand
– Tag der Schuleinschreibung für die neuen Schüler/innen mit Infostand
-Mitwirkung bei der Übergabe der Abiturzeugnisse mit anschließendem Sektempfang
– Sommerfest mit Infostand.
Durch unsere Einnahmen (Schulball, Schließfächer, Spenden) konnten und werden wir in Zukunft folgende Dinge finanzieren:
– das inzwischen schon ganz selbstverständliche gewordene Elternportal, welches die Organisation des Schulalltags wesentlich erleichtert.
– Finanzielle Unterstützung von Familien bei schulischen Aktivitäten.
– Finanzielle Unterstützung der verschiedenen Fachschaften.
– Zeitschriftenabos für die Unterstufenbibliothek.
Gerne sind wir Ansprechpartner bei allen die Schulfamilie betreffenden Fragen, sprechen Sie
uns bei Veranstaltungen an oder besuchen
Sie unsere Website http://www.wittelsbacher-elternbeirat.de.
Liebe Eltern, wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und freuen uns auf ein Wiedersehen im
nächsten Schuljahr.
Silke Rohrmoser und Szilvia Jördens

Rede für den Elternbeirat zum Abitur 2018

Lieber Herr Dr. Martin,
liebe Schulfamilie,
liebe Abiturientinnen und Abiturienten!

Gedichte kann man auswendig lernen – und mit Gedichten kann man leben: sich an ihnen reiben, von ihnen sich finden lassen, zwischen ihren Zeilen und Worten das Eigene buchstabieren, mit ihnen wachsen … Ich gebe euch heute ein „Daypack Lyrik“ mit: für den heutigen Tag und die kommende Zeit, etwas aus meiner ganz persönlichen Lyrik-„Schatzkiste“; und ich „verpacke“ dahinein meine Wünsche für euch.

Ein Erstes:
ROSE AUSLÄNDER

Der Tag
Ist mein Buch.
Hier
Trage ich
Leben ein.

Heute würden wir vielleicht sagen: Der Tag ist mein Bild … mein Selfie, meine Whatsapp … hier trage ich Leben ein …? Liebe Selfie-Generation, lernt, eure Tage zu lesen, seid eins mit dem Augen-Blick, schließt die Bilder in euer Herz, die das Leben euch schenkt – lebt! – statt nur Leben zu beobachten, festzuhalten, zu dokumentieren.

Ich wünsche euch PRÄSENZ. Seid einfach ganz da, auch heute. Mit Leib und Seele und aus tiefstem Herzen. Denn: „Der TAG ist mein Buch. Hier trage ich LEBEN ein.“

Mit HILDE DOMIN wünsche ich euch WUNDER – nicht nur Wunderbares (wie ein Abizeugnis …). Nein, Wunder, und das heißt: etwas, das euch zuwächst von außerhalb eurer selbst – und das dann doch ganz und gar zu euch gehört. Wunder sind nicht immer ein „Spektakel“, sie sind viel „stiller“ und bewegen manchmal vielleicht eher kleine als große Welten … Ihr könnt sie entdecken, offen für sie sein und neugierig, aufmerksam, ihr könnt euch finden lassen von ihnen.

Nicht müde werden
Sondern dem Wunder Leise
Wie einem Vogel
Die Hand hinhalten.

LEICHTIGKEIT gehört zu meinen Wünschen für euch, Schmunzeln und die Lust, frech zu denken, Dinge gegen den Strich zu bürsten, Geschichten mit einem Augenzwinkern zu erzählen und ihnen dadurch neue Seiten, auch Tiefen abzugewinnen.

Die „Gewährsfrau“ für so etwas? EVA STRITTMATTER – mit ihrem Gedicht:
Eva

Sie gab ihm eine Aprikose,
die duftete nach Mittagsruh.
Dann warf sie eine Rose
Wie einen Ball ihm lachend zu.
Er ließ sie fallen. Aus ihrem Stengel
Hob sich die Schlange, schlank und schlau.
Sie glitt zu ihrem Lieblingsengel, dem Apfelbaum,
und bot der Frau den Apfel an.
Sie war im Bann.
Rot roch der Apfel in der Hand.
Sie aß und gab davon dem Mann;
Erkannte ihn und ward erkannt.
Mit Adam fand sie sich im Korn.
Der Sonne goldner Apfel schien;
dass sie der Herr in seinem Zorn
verfluchte – sie verzieh es ihm.

Ich wünsche euch auch MUT und KRAFT. Mut und Kraft, Dinge beim Namen zu nennen. Zu sagen, was falsch läuft; Position zu beziehen und für das einzutreten, was euch wichtig ist.

Leben, das eingeengt und eingezwängt ist, verkümmert. Verliert seine Kraft, sein Strahlen. Was Rilke über den Panther sagt, triffft auch Menschen. Bewahrt euch und andere davor.

RAINER MARIA RILKE
Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Manchmal tut es gut, Abstand zu gewinnen: Zum eigenen Leben, zu den Entscheidungen und Wegen, zu meiner „kleinen Welt“ … und sich die Perspektive ein bisschen zurechtrücken zu lassen.

Ich wünsche euch immer wieder solche PERSPEKTIVWECHSEL, neue Stand-Punkte, die einen anderen Blickwinkel bedeuten auf euer Leben und das, was euch beschäftigt. Da rückt sich dann manches auch wieder zurecht … Man kann dafür auf Berge steigen und sich die „Spielzeugwelt da unten“ anschauen. Man kann am Meer entlanglaufen und eintauchen in seine große Kraft.
Oder man kann JOHANN GOTTFRIED HERDER nachsinnen:
Ein Traum …

Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
Auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben
Und schwinden wir
Und messen unsre trägen Tritte
Nach Raum und Zeit;
Und sind (und wissen’s nicht) in Mitte
Der Ewigkeit.

LIEBE wünsche ich euch, die euer Herz weit macht, die unsinnig und unmöglich sein mag, die die „Schmetterlinge im Bauch“ kennt und das Gefühl, die ganze Welt umarmen zu können …

Viele schöne Liebesgedichte finden sich bei
RILKE
Die Liebende

Das ist mein Fenster. Eben
bin ich so sanft erwacht.
Ich dachte, ich würde schweben.
Bis wohin reicht mein Leben,
und wo beginnt die Nacht?

Ich könnte meinen, alles
wäre noch Ich ringsum;
durchsichtig wie eines Kristalles
Tiefe, verdunkelt, stumm.

Ich könnte auch noch die Sterne
fassen in mir, so groß
scheint mir mein Herz; so gerne
ließ es ihn wieder los,

den ich vielleicht zu lieben,
vielleicht zu halten begann.
Fremd, wie nie beschrieben,
sieht mich mein Schicksal an.

Und den BLICK FÜR DIE KLEINEN DINGE, die absichtslosen, mit ihrer Schönheit und Kraft, den behaltet euch. Die kleinen Dinge, sie brechen Verkrustungen auf, Härte, bringen Machtgefüge ins Wanken, ganz unspektakulär: ein Wort, ein Blick, eine Blüte – immer wieder: Leben gegen den Augenschein.

GOTTFRIED BENN
Anemone

Erschütterer-: Anemone,
die Erde ist kalt, ist nichts,
da murmelt deine Krone
ein Wort des Glaubens, des Lichts.

Der Erde ohne Güte.
der nur die Macht gerät,
ward deine leise Blüte
so schweigend hingesät.

Erschütterer-: Anemone,
du trägst den Glauben, das Licht,
den einst der Sommer als Krone
aus großen Blüten flicht.

 

Und wie das alles fassen? Sieben Leben? Das wär´s …! FÜLLE wünsche ich euch, Lebensfreude, Leidenschaft! Einen offenen Himmel über euch, eine wunderbare Zeit vor euch, liebe Menschen bei euch. Sammelt: Geschichten, Augen-Blicke, Farben, Melodien … und so vieles, das euch reich macht.

ALBRECHT GOES
Sieben Leben

Sieben Leben möchte ich haben:
Eins dem Geiste ganz ergeben,
So dem Zeichen, so der Schrift.
Eins den Wäldern, den Gestirnen,
Angelobt, dem großen Schweigen.
Nackt am Meer zu liegen eines,
Jetzt im weißen Schaum der Wellen,
Jetzt im Sand, im Dünengrase.
Eins für Mozart, für die milden,
Für die wilden Spiele eines.
Und für alles Erdenherzleid
Eines ganz, und ich, ich habe –
Sieben Leben möchte ich haben! –
Hab ein einzig’ Leben nur.

Lebt es gern!

Im Namen des Elternbeirats gratuliere ich euch von Herzen zu eurem Abitur!

Sabine Geyer (Elternbeiratsvorsitzende)

 

Rede vom 6. Juli 2018 zur Verleihung des Titels “ „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“

Lieber Herr Dr. Martin,
sehr verehrter Herr Prof. Dr. Ndjimbi-Tshiende,
lieber Alexandros und liebe SMV,
liebe Schulfamilie!

WÜRDE ist kein Konjunktiv!

WÜRDE wird dem Menschen zugesprochen von außerhalb seiner selbst; sie ist erst einmal nichts, wofür er etwas können, machen oder leisten müsste.

WÜRDE stammt von dem mittelhochdeutschen „wirde“ und bedeutet „Wert“.

WÜRDE gilt allen Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Gesundheit, Hautfarbe, Überzeugung, Leistungsvermögen, sozialem Status, Geld, Religion …

WÜRDE ist ein Wert, ein Wesensmerkmal, eine „Seinsbestimmung“, die ein Mensch ein Leben lang in sich trägt.

Nein,
WÜRDE ist kein Konjunktiv, keine Eventualität, nicht abhängig von Wenn und Aber, nicht verhandelbar.

WÜRDE ist. Indikativ. Sie gilt.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So beginnt die Erklärung der Menschenrechte von 1948.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ heißt es darum in unserem Grundgesetz von 1949, ein ausdrückliches Bekenntnis zu eben diesen unveräußerlichen, unverletzlichen Menschenrechten.
Beides: eine Errungenschaft, nach finsteren Zeiten.

Nein,
WÜRDE, Menschenwürde, die Würde jedes und jeder einzelnen ist kein Konjunktiv!

WÜRDE ist aber auch ein Auftrag: Der Auftrag, so zu leben, dass die Würde aller Menschen geschützt und geachtet wird.

Als Schule mit Courage und Schule gegen Rassismus setzen wir – und ich sage bewusst „wir“, denn es (be)trifft die ganze Schulfamilie – uns dafür ein, dass die WÜRDE jedes Menschen geschützt und geachtet wird.

Und das fängt hier in unserem überschaubaren „Mikrokosmos Wittelsbacher“ an. Mit dem heutigen Tag machen wir als Schulfamilie öffentlich:
Wir stehen dafür ein, dass niemand:

keine Lehrerin, kein Schüler, keine Sekretärin, kein Vater … niemand wegen seiner Klamotten, wegen schlechter Noten, seines Aussehens, wegen blöder Fehler, Krankheit, komischer Marot­ten, einer Schwäche, wegen der Lebens­weise, wegen Geld, das er/sie nicht hat, oder wegen irgendetwas sonst …

gehänselt, gemobbt, schikaniert,unter Druck gesetzt oder diskriminiert wird.

Das ist nicht immer einfach zu haben, und ich glaube, wir können uns alle an der eigenen Nase packen.
Das mag unbequem sein, das kostet Mut und braucht innere Freiheit.
Wir sind verschieden – weil wir Menschen sind.
Wir sind verschieden – und diese Verschiedenheitmacht uns aus. Sie macht uns reich. Bunt. Wir wollen sie. Wir schätzen sie.
Also üben wir sie doch ein, diese Courage: füreinander einzustehen und einander zu achten in all unserer Verschiedenheit!
Und: erinnern wir uns immer wieder gegenseitig daran!

Lieber Alexandros, liebe SMV,
heute ist für euch ein großer Tag – und für uns alle.
Ich beglückwünsche euch zu diesem Projekt,
ich beglückwünsche euch zu eurem Paten.

Und ich wünsche der „Schule mit Courage“

MAZEL TOV: Viel Glück und gutes Gelingen!

Vielen Dank.

Rede für den Elternbeirat zur Eröffnung „Schule mit Courage“ am 6. Juli 2018/Sabine Geyer

 

Rede zum Infoabend für die Eltern der neuen 5.Jahrgangsstufe am 13. März 2017

Liebe potentielle Wittelsbacher Eltern,

neben allem, was Sie schon gehört haben, zum Schluss ein paar Sätze aus Elternperspektive. Eine Vorbemerkung:

Das Wittelsbacher ist vielleicht nicht die Schule „um die Ecke“; vermutlich haben viele von Ihnen Schulen, die, räum­lich zumindest, näher liegen. Ich würde Sie gern ermutigen, für Ihr Kind nicht die nächste Schule auszusuchen, sondern die (für Sie und Ihr Kind) beste.

Und ich möchte Sie ermu­ti­gen, nicht nur vom Moment (und einem zehnjährigen Kind) aus zu denken. Ihr Kind wird grö­ßer, und bis Weihnachten ist es nicht nur in der Schule, son­dern auch in Sachen Schulweg „angekommen“. Die Schule schaut, wo mög­lich, Kinder aus einem Viertel in eine Klasse zu geben – nicht alle, aber doch einige; das hilft. Und der Radius der Kinder wächst sowieso mit jedem Vierteljahr …

Und: Freunde „um die Ecke“ hat ihr Kind aus der Grund­schule, und die soll es auch behalten. Was spricht gegen neue Kumpels und Freundinnen, auch aus anderen Stadt­teilen? Das „geht“ nur anders: Da geht man halt nach der Schule gemein­sam hierhin oder dorthin, Essen und Hausauf­gaben inklusive, und hat dann auch genug Zeit miteinander.

Und: es gibt einfach gute Gründe, sein Kind auf´s Wittelsbacher zu schicken. Ich habe bzw. hatte selber drei hier.

Was macht das Wittelsbacher also aus? Ein paar Erfah­rungen – oder besser: Eine „Liebesgeschichte“ in sechs Punkten:

(1) An dieser kleinen Schule ist niemand anonym. Ihre Kinder sind gekannt, ge­mocht und wertgeschätzt. Beim er­sten Elternsprechtag im Herbst bekommen Sie von allen (!) Lehrkräften klares feedback zu Ihrem Kind. Und: Wenn eine Lehrkraft z. B. in der 5. Klasse in Latein den Eindruck hat, die Klasse ist noch nicht so weit – dann werden eben Schul­aufgaben verschoben und nicht schlechte Noten produziert.

(2) Hier darf man Spuren hinterlassen. Und damit meine ich nicht nur die Graffitis von SchülerInnen aus den Kunst­kur­sen außen an der Schule, die mich einmal sehr fasziniert haben. Hier können auch SchülerInnen Ideen entwickeln, die die ganze Schule betreffen – von der Schulkleidung bis zum Profil „Schule gegen Rassismus“.

(3) Das Wittelsbacher hat einen großen Schatz: Es hat ei­nen engagierten Rektor und ein engagiertes Kolle­gium. Alle arbeiten hier mit viel Herzblut und oft weit über das hinaus, was sie müssten. Und: sie haben einen liebevollen und sehr prä­zi­sen Blick auf die Kinder, sie fordern und fördern – und in alledem pflegen sie ihre Schule und entwickeln sie weiter.

(4) Und das ist auch eine Erfahrung: Wir Eltern „stören“ hier nicht, sondern sind geschätzte und kompetente Partner in der Erziehungs- und Bildungs­aufgabe an unseren Kindern, in der Partnerschaft zwischen Elternhaus und Schule und – das sage ich mal ganz selbst­bewusst – ein unverzichtbarer Teil der Schulfamilie.

(5) Wir wollen hier etwas: für den „Lebensraum Schule“ und die Men­schen, die ihn bewohnen und beleben. Bildung ist Persönlichkeits­bildung. Sie findet hier statt. Es macht Spaß, das zu gestalten und etwas zu bewegen – und man kann hier etwas bewegen! Und: Wir ziehen hier alle an einem Strang: SMV, Kolle­gium, Rektor und Eltern. Das hat Power! Und die Identifikation mit der Schule ist hoch.

(6) Das Wittelsbacher ist ein „Mikrokosmos“. Will hei­ßen: Hier gibt es alles Leben, Lachen und Leiden, das es an­derswo auch gibt. Gute Noten gibt´s auch hier nicht um­sonst. Aber: Es gibt Respekt, Vertrauen, gemeinsames Wol­len. Für Sor­gen hat immer jemand ein offenes Ohr, und Pro­bleme wer­den gemeinsam angegangen. Was das Wittels­ba­cher beson­ders macht, ist seine Atmosphäre. Alle mitein­an­der suchen wir die Chancen einer kleinen, aber feinen Schule zu nutzen. Und ich glaube, das gelingt uns ganz gut.

Ich wünsche Ihnen anregende Gespräche und gute Entschei­dungen! Und: Wir freuen uns auf Sie und Ihre Kinder!

Vielen Dank.

Sabine Geyer (Elternbeiratsvorsitzende)

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